Schmerztherapie & chonische Erkrankungen
                   Schmerztherapie & chonische Erkrankungen  

Instabiele Halswirbelsäule als Ursache für viele Beschwerden:

 

Fast alle meiner chronisch kranken Patienten weisen einen starken Mängel an lebensnotwendigen Vitaminen und Spurenelementen auf. Bei etwa 60% dieser Patienten liegt die Ursache in einer instabielen Halswirbelsäule.

 

Muskeln haben Bewegungsfunktion, Bänder dagegen Haltefunktion. Nicht nur zur Stabilisisation sondern auch um biomechanisch korrekt zu funktionieren benötigt die Wirbelsäule und alle Gelenke stabiele intakte Bandsysteme. Durch Unfälle Überstreckungen oder hormonelle Defizitze (Testosterondefizit bei Männern - Östrogendefizit bei Frauen) können Bandstrukturen im Genickgelenk dauerhaft geschädigt werden. Man bekommt eine Überbeweglichkeit der Halswirbelsäule, die lebenslang anhält.

Die Blutversorgung des Gehirns erfolgt über zwei Versorgungssysteme. Die A. carotis interna sowie die A. vertebralis. Insbesondere die kleine, seitlich der A. Carotis gelegene A. vertebralis ist bei einer vorhandenen Instabilität des Atlas (1. Halswirbel) anfällig für Perfusionsstörungen. 

 

 

Bei bestimmten Kopfhaltungen führt diese Instabilität zu Perfusionsstörungen des Gehirns. Manchmal macht sich das durch Schwindel, Herzrasen oder Gesichtsfeldausfälle bemerkbar. Aber oft wird es gar nicht bemerkt, denn diese Durchblutungsstörungen treten vor allem nachts im Schlaf bei ungünstiger Kopfhaltung auf.

Die Gehirnzellen geraten dann durch die mangelnde Versorgen in eine sog. Ischämie (Sauerstoffschuld). Als Reaktion auf die Durchblutungsstörung schütten sie in großen Mengen (NO) Stickstoffmonoxid aus. Stickstoffmonoxid ist eine reaktive Stickstoffverbindung, die zwar einerseits die Blutgefässe erweitert, also die Mikrozirkulation stark verbessert, aber andererseits auch radikalische Eigenschaften besitzt. Man spricht von nitrosativem Stress. Insbesondere wenn sich NO mit Superoxid 02- aus der Atmungskette der Mitochondrien zu Peroxinitrit verbindet und das Glutathion-System geschwächt ist, haben wir einen schwer kranken Patienten vor uns. Diese Substanz zerstört unter anderem lebenswichtige Enzyme, Vitamine in den Zellen und führt zum Verlust von wichtigen Spurenelementen über den Urin. Wenn dieser Zustand persistiert, fallen zahlreiche Enzymsysteme aus und die Patienten verspüren eine ungeheure vielzahl an Symptomen. Da die Regelmedizin diese biochemischen Ereignisse und ihre Folgereaktionen nicht kennt entsteht für den Patienten eine sehr gefährliche Situation. Kein Arzt führt die zahlreichen und sehr diferenziert beschriebenen Symptome der Patienten, für die es offenbar keine Ursache zu geben scheint, auf eine Instabiele HWS zurück. Für gewöhnlich wird der Patient an dieser Stelle als psychisch Krank abgestempelt.

 

Welche Symptome sprechen für eine instabiele HWS?

 

  • Schwäche, keine Kraft zu gar nichts, Burn-Out, Fibromyalgie, frösteln
  • Benommenheit, geistige Leistungsschwäche, kann sich nicht lange konzentrieren, Stress wird nicht vertragen – bis hin zu psychischen Symptomen wie Gefühl von Depersonalisierung (siehe Kryptopyrolurie)
  • Immunschwäche, häufig krank
  • schlechte Entgiftung, reduzierte Leberfunktion, verträgt schlecht Medikamente und Alkohol, heller Stuhl
  • unerklärliche Organschwächen in allen möglichen Organen - Mediziner finden keine Ursache
  • Schlafstörungen
  • zahlreichen Symptome und Funktionsstörungen durch die entstehenden Mangelzustände an Vitaminen oder essentiellen Spurenelementen

 

 

Zusammenfassung

 

Grundsätzlich können wir die Erkrankungen der Halswirbelsäule in drei verschiedene Kategorien einteilen. Zwei davon, der typische Bandscheibenvorfall und die degenerativen Verschleißerscheinungen sind den Ärzen gut bekannt.
Daneben gibt es jedoch noch das Krankheitsbild der Halswirbelsäuleninstabilität. Dieses Krankheitsbild kennen kaum Ärzte und selbst Fachärzte für Orthopädie und Neurochirurgie sind oft in Unkenntnis über dieses Krankheitsgebiet.
Dabei handelt es sich um ein sehr weit verbreitetes Krankheitsbild, das nur selten diagnostiziert wird, jedoch dramatische Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen Patienten haben kann.
Um das Krankheitsbild zu erklären, muß ich etwas ausholen in das Fachgebiet der Anatomie: Die Halswirbelsäule besteht aus sieben Halswirbeln und zwischen jedem dieser Wirbel und dem nächsten befindet sich eine Bandscheibe und es besteht eine gelenkige Verbindung, die von Gelenkknorpel umgeben ist. Diese sog. Facett-Gelenke, deren Gelenkkapsel sowie straffe Bandsysteme sorgen dafür, das zwischen den Wirbeln nur ganz gezielte und in ihrem Bewegungsmaß eingeschränkte Bewegungen möglich sind. Denn unkontrolliertes Auseinanderdriften der Gelenke zwischen den Halswirbeln kann den Körper selbst verletzen. Direkt neben diesen Gelenkverbindungen verlaufen gehirnversorgende Arterien und Venen.

Sind nun die normalerweise straffen Bandsysteme zwischen zwei oder gar mehreren Segmenten strukturell geschädigt, kann es zu unkontrolliertem Auseinandergleiten der Wirbel kommen und somit zur Kompression von Blutgefäßen mit Gehirndurchblutungsstörungen. Bitte bedenken Sie stets Muskeln besitzen Bewegungsfunktion und nicht Haltefunktion. Muskeln können somit niemals als Ersatz für schwache Bänder dienen.
Dieses Krankheitsbild ist sehr vage in der Medizin beschrieben, jedoch leiden sehr viele Menschen an instabielen Bandsystemen der Halswirbelsäule, insbesondere nach Traumata oder Schleudertrauma. Die mittelbaren Folgen solcher Verletzungen werden selten erkannt, denn es sind keine typischen HWS-Symptome, also Symptome der peripheren Nervenabgänge, sondern neurologische und sehr diffuse Beschwerden wie beispielsweise der nitrosative Stress. Das beispiel der instabielen HWS demonstriert sehr anschaulich, wie aus einer primär mechanischen Funktionsstörung ein biochemisches Problem (Nitro-Stress) entstehen kann. So landen viele Betroffene in Psychiatrien und werden mit Krankheitsbildern wie Depression, der somatoformen Störung, Hypochondrie, Psychosen, Ängststörungen und Burn-Out-Erkrankungen diagnostiziert.
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