Schmerztherapie & chonische Erkrankungen
                   Schmerztherapie & chonische Erkrankungen  

Procain-Baseninfusion 

 

Bei der Procain-Basen-Infusionen handelt es sich um eine spezielle Infusion, die das seit Jahrzehnten bekannte Lokalanästhetikum Procain beinhaltet.

 

Procain ist ein Lokalanästhetikum das seit vielen Jahren vor allem in der Neuraltherapie erfolgreich eingesetzt wird. Seine Wirkung zeigt sich darin, dass es die Schmerzrezeptoren ausschaltet und zusätzlich die Mikrozirkulation in den kleinsten Gefäßen verbessert. Diese Wirkungen lassen den Schmerz abklingen und haben zusätzlich einen antientzündlichen Effekt. Procainhydrochlorid führt außerdem zu einer angenehmen psychischen Entspannung.

Wirkungen des Procain sind u.a.:

  • Gefäßerweiterung
  • Entzündungshemmung
  • Neutralisierung freier Radikale (antioxidativer Effekt)
  • Ausgleichswirkung auf das vegetative Nervensystem
  • Anästhesie (Betäubung).

Eine wichtige Erweiterung des Einsatzgebietes von Procain stellt dabei seine kombinierte Anwendung im Rahmen der so genannten Procain-Basen-Therapie dar.

Hierbei wird eine definierte Menge eines speziell intravenös zugelassenen Procains (ohne Konservierungsstoffe) mit einer Base (Natriumhydrogenkarbonat) in einer Kochsalzlösung gemischt und langsam als Infusion verabreicht. Der gleichzeitige Zusatz von alkalisierenden Substanzen erfolgt mit dem Ziel einer Wirkverlängerung von Procain und einer Verbesserung der Procain(membran)-Verfügbarkeit durch Alkalisierung der Zellumgebung.

Bei langsamer Infusionsgeschwindigkeit ist das Nebenwirkungsspektrum gering. Nur sehr selten können Blutdruckabfälle, Schwindelzustände und Kopfschmerzen auftreten, die nach Reduktion der Infusionsgeschwindigkeit bzw. der vorübergehenden Gabe einer neutralen Trägerlösung unproblematisch sind.

Im Allgemeinen werden 20-100 ml (40ml) einer 8,4%igen Natriumbikarbonat-Lösung pro 500 ml Trägerlösung (NaCl 0.9%) angewendet. Alternativ kommt die Puffersubstanz THAM zum Einsatz. THAM = Tris(hydroxymethyl)-aminomethan ist eine organische Base, passiert rasch die Zellmembran und wirkt sowohl intra- als auch extrazellulär als pH-Puffer. Der nicht ionisierte THAM-Anteil tritt in den Intrazellulärraum über und wirkt dort antiazidotisch, THAM wirkt als einziger Puffer auch intrazellulär. Die Infusionen erfolgen sehr langsam, 250 ml in mindestens 50 Minuten.

In Abhängigkeit von der Schmerzstärke, werden bis zu 200 mg Procain eingesetzt.

Es sind üblicherweise zwischen 5 und 10 Infusionen (2-3x wöchentlich) bis zu einer deutlichen und nachhaltigen Schmerzlinderung nötig.

Einsatzgebiete für Procain-Basen-Infusionen in meiner Praxis

  • Schmerzen allgemein
  • Aktivierte Arthrose
  • Rheumathoide Arthritis
  • Fibromyalgiesyndrom in Kombination mit Mitochondrien Therapie
  • Spannungskopfschmerzen und Migräne
  • Psychovegetative Erschöpfung
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Privatpraxis für biologische Medizin. Tel.:0176 240 72 680